Aber in Amerika II

More Guns – Less Crime. Eine Argumentationshilfe. 

In einem anderen Artikel sagte ich, dass ich freiheitliche Waffenrechte befürworte.
Gegner des Lebens kommen gerne mit dem Spruch „Aber in Amerika…“ um die Ecke, wenn es um Waffenrechte geht.
An dieser Stelle wollen wir mal einige Behauptungen der Lebensgegner näher untersuchen.

Mit Amerika sind die USA gemeint, die aus 50 Bundesstaaten bestehen. Und jeder Bundesstaat hat seine eigenen Waffengesetze.
So gibt es Bundesstaaten mit sehr freiheitlichen Waffenrechten, ebenso wie es Bundesstaaten mit sehr restriktiven Waffengesetzen gibt.
Hinzu kommt, dass in manchen Städten die Bürgermeister die Möglichkeit haben, die Waffenrechte noch weiter einzuschränken.
Nehmen wir mal Chicago als Beispiel:
Chicago hat die restriktivsten Waffengesetze der gesamten USA. Die Waffengesetze in Chicago sind sogar noch restriktiver als die Waffengesetze in Deutschland. Und das will schon was heissen, da die Waffengesetze in Deutschland schon extrem restriktiv sind.
Aber trotzdem bzw. genau deswegen ist Chicago eine der gefährlichsten Städte in den USA.
Vergleichen wir das mal mit dem Bundesstaat Maine:
In diesem Bundesstaat herrschen sehr freiheitliche Waffenrechte und eine dementsprechend hohe Waffendichte (legale Waffen wohlgemerkt).
Und Maine ist einer der sichersten Bundesstaaten der gesamten USA.
More Guns – Less Crime.

Eine weitere Behauptung der Lebensgegner ist, in den USA sei die Mordrate höher als in Deutschland.
Schauen wir uns das mal näher an:
In den Bundesstaaten und Städten mit restriktiven Waffengesetzen gibt es sehr viel Bandenkriminalität. Und dort kommt es häufiger mal vor, dass sich Bandenmitglieder mit illegalen Waffen gegenseitig über den Haufen schiessen. (Darauf kommen wir gleich nochmal zu sprechen).
Ferner muss man bedenken, dass in den USA ein Mord auch als Mord angeklagt wird. Hierzulande kann man es so drehen, dass aus einem Tötungsdelikt eine Körperverletzung wird. Und von dieser Möglichkeit wird gerne bei bestimmten Terroristen Gebrauch gemacht, damit man sie zu kleinen Bewährungsstrafen verurteilen kann.
In der Statistik sieht das dann natürlich ganz toll aus, spiegelt aber nicht die Wahrheit wider.
Hinzu kommt noch, dass wenn in den USA ein Angreifer die volle Verantwortung für seine Handlungen übernehmen musste, dies auch als „berechtigter Mord“ bezeichnet wird.
Das ist dort natürlich keine Straftat, sondern Notwehr/Selbstverteidigung, wird in der Statistik aber einfach als Mord gezählt.
Wenn man die Statistiken also bereinigt, sieht die Sache ganz anders aus.

Die nächste Behauptung der Lebensgegner ist, dass in den USA viele Menschen durch Schusswaffen ums Leben kommen.
Schauen wir uns auch das mal näher an:
Die meisten Schusswaffen-Opfer sind Bandenmitglieder, die sich mit illegalen Waffen gegenseitig über den Haufen geschossen haben. Und das passiert überall dort, wo restriktive Waffengesetze herrschen, da sich Kriminelle und Terroristen nicht sonderlich für (Waffen)gesetze interessieren.
In dieser Statistik werden aber auch Selbstmörder gezählt, die sich mit Schusswaffen das Leben genommen haben.
Und natürlich finden sich in dieser Statistik auch Angreifer, die durch eine Schusswaffe zur Strecke gebracht wurden.
Wenn man also auch diese Statistik bereinigt, sieht auch diese Sache ganz anders aus.

Das Argument „Aber in Amerika“ ist also nicht länger ein Argument gegen, sondern für freiheitliche Waffenrechte.

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