AJAB

Oder warum Journalisten ein Teil des Problems sind. 

Wenn man ein Problem aufzeigt, muss man immer auch eine Lösung aufzeigen.
Die Lösung muss im Mittelpunkt stehen. Oder wie Henry Ford mal sagte: „Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen“.
Macht man das nicht, befürwortet man das Problem, z.B. damit man was zu jammern hat. So ganz nach dem Motto „Komm mir nicht mit der Lösung, ich liebe das Problem“.

Jetzt hat mich kürzlich jemand gefragt, ob das auch für Journalisten gilt, da sie zwar über Probleme und Misstände berichten, aber nicht über Lösungen und Alternativen.
Und ja, es gilt auch und ganz besonders für Journalisten.
Journalisten befürworten alleine schon aus „beruflichen“ Gründen sämtliche Probleme und Misstände, eben damit sie die Zeitung füllen können. (Und je nach politischer Ausrichtung befürworten sie bestimmte Probleme und Misstände auch aus persönlichen und ideologischen Gründen).
Journalisten sind also nicht daran interessiert, dass Probleme und Misstände beseitigt werden.
Das macht sie zu einem Teil des Problems.

Das gilt aber nicht nur für die Lamestream-Journalisten. Von denen kann man nichts anderes erwarten, da sie ja nicht nur aus „beruflichen“, sondern auch aus ideologischen Gründen viele Probleme und Misstände befürworten.
Es gilt auch für viele ach so „alternativen“ Journalisten. Dazu muss man sich die meisten der „alternativen“ Zeitungen einfach mal näher anschauen:
99% von dem, was man in diesen Zeitungen lesen kann, kann man auch in den Lamestream-Zeitungen lesen. Es ist einfach nur abgeschriebenes Zeug.
Bis dahin ist es noch kein Vorwurf. Eine „alternative“ Zeitung hat meistens nicht die Mittel, die einer Lamestream-Zeitung zur Verfügung stehen.
Der Vorwurf ist der, dass in den meisten „alternativen“ Zeitungen zwar über Probleme und Misstände berichtet wird, aber kein Wort über Lösungen und Alternativen.
Wir haben also „alternative“ Zeitungen, in denen man nichts Alternatives lesen kann.
Was ist jetzt der Unterschied zwischen einem „alternativen“ Journalisten und seinem Lamestream-Kollegen?
Es gibt keinen nennenswerten Unterschied, da beide Probleme und Misstände befürworten, um ihre Zeitungen füllen zu können.

Genug der Probleme, kommen wir zu den Lösungen.
Zuerst einmal sollte man den Konsum journalistischer Produkte auf ein Minimum reduzieren.
Denn wenn man weiss, dass bestimmte Dinge scheisse sind, braucht man keine Nach-Richten zu konsumieren, in denen über diese Scheisse berichtet wird.
Man kann die Zeit auch sinnvoller nutzen, z.B. indem man über Lösungen und Alternativen nachdenkt (und sie in die Tat umsetzt, soweit es möglich ist).
Und sollte man der Leser einer „alternativen“ Zeitung sein, kann man die Betreiber auffordern, nicht die Probleme und Misstände in den Mittelpunkt zu stellen, sondern die Lösungen und Alternativen.

Packen wir es an.

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