Schlafschafe

Oder die wirkliche Gefahr sozialer Netzwerke. 

In einem anderen Artikel sagte ich, dass viele Leute es lieben, über Probleme zu jammern und darum geil auf schlechte Nachrichten sind. Ich sagte auch, dass diese Leute durch ihr Bedürfnis nach schlechten Nachrichten indirekt ein System unterstützen, welches Probleme und Misstände verursacht.
Außerdem sagte ich, dass der fetischartige Konsum schlechter Nachrichten eine Lethargie nach dem Motto „Man kann ja eh nichts machen“ erzeugt. Leute, die in einer solchen Lethargie gefangen sind, werden auch als „Schlafschafe“ bezeichnet.
Heute werde ich Dir zeigen, wie solche „Schlafschafe“ erzeugt werden. Und zwar von Leuten, die das vielleicht noch nicht einmal beabsichtigen.
Aber ich werde selbstverständlich auch eine Lösung aufzeigen.

Der Ort, an dem besagte „Schlafschafe“ erzeugt werden, sind die sozialen Netzwerke.
Leute, die sich in diesen Netzwerken aufhalten, posten dort z.B. Bilder von ihren Katzen oder ihrem Mittagessen, sie erzählen, was sie gerade machen oder was immer sie der halben Welt mitteilen wollen.
Nun gibt es in diesen Netzwerken aber auch eine recht seltsame Spezies: Leute, deren einziges Hobby darin zu bestehen scheint, Zeitungsartikel zu kopieren und in diesen Netzwerken zu posten. In diesen Zeitungsartikeln sind schlechte Nachrichten zu lesen. Es wird also über Probleme und Misstände berichtet.
Warum kopieren und posten diese Leute den ganzen Tag solche Zeitungsartikel? Sie behaupten, sie wollen dadurch Probleme aufzeigen und auf Misstände aufmerksam machen.
Allerdings vergessen sie dabei eine ganz wichtige Sache: Wenn man ein Problem aufzeigt, muss man immer auch erklären, wie man dieses Problem beseitigen würde. Man muss immer auch über Lösungen und Alternativen sprechen.
Wenn man aber nur über das Problem spricht, führt es dazu, dass dieses Problem zur Normalität wird. So nach dem Motto „Man kann ja eh nichts machen“.
Die Leute, die den ganzen Tag kopierte Zeitungsartikel in Netzwerken posten, tragen also unwissentlich dazu bei, „Schlafschafe“ zu erzeugen. Mehr noch, diese Leute sind selbst „Schlafschafe“.
Sie lesen, kopieren und posten zwar täglich Zeitungsartikel in mindestens zweistelliger Anzahl, aber sie machen sich keine Gedanken darüber, wie man die Probleme beseitigen kann. Sie denken nicht über Lösungen und Alternativen nach.
Das macht sie selbst zu besagten „Schlafschafen“.

Doch kommen wir nun dazu, wie man dieses Problem lösen kann:
Wenn Du Dich in solchen Netzwerken aufhälst und dort jemanden kennst, der den ganzen Tag kopierte Zeitungsartikel postet, erkläre ihm, dass sein Verhalten dazu beiträgt, dass Probleme zur Normalität werden.
Erkläre ihm, dass er nicht die Probleme, sondern Lösungen und Alternativen in den Mittelpunkt stellen muss, wenn er positive Veränderungen bewirken will.

Nicht die Probleme dürfen zur Normalität werden, sondern der Wille zu positiven Veränderungen muss zur Normalität werden.

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6 Gedanken zu “Schlafschafe

    1. Mir geht es in dem Artikel um diese „Man kann ja eh nichts machen“-Einstellung.
      Wenn jemand das, was Du als einen Misstand erkannt hast, für einen Idealzustand hält, ist es sehr schwer, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Aber um solche Leute geht es mir nicht.

      Es geht um Leute, die Probleme und Misstände zwar als solche erkannt haben, aber der Meinung sind, „man könne ja eh nichts machen“. Warum haben diese Leute eine solche Einstellung?
      Weil sie sich keine Gedanken über Lösungen und Alternativen machen. Weil sie das in den Mittelpunkt stellen, was sie eigentlich ablehnen.
      Und wenn man nur über Probleme spricht, hat das zur Folge, dass diese Probleme zur Normalität werden. Das erzeugt diese „Man kann ja eh nichts machen“-Einstellung.

      Man muss also versuchen, diese Leute dazu anzuregen, sich Gedanken über Lösungen und Alternativen zu machen.

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      1. Ach, ich versuche nicht andere Menschen zu ändern oder zu bekehren. Klappt eh nicht. Man kann nur sich selber ändern und mit gutem Vorbild voran gehen.
        Klar, wenn man eine junge Frau an seiner Seite hat, dann kann man (und sollte man) ihr auch noch so einiges beibringen 😉

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      2. Ich will es mal durch diese MGTOW-Leute verdeutlichen:
        Da ist jemand, der erkannt hat, dass es bestimmte Probleme gibt. Jetzt hat er zwei Möglichkeiten:
        Er stellt diese Probleme solange in den Mittelpunkt, bis sie für ihn zur Normalität geworden sind. Und dann findet er sich damit ab und gibt auf. Dann ist er einer von diesen MGTOW-Leuten.
        Oder aber er stellt Lösungen und Alternativen in den Mittelpunkt. Dann kann er für sich und im Kleinen positive Veränderungen bewirken.
        Für welche Möglichkeit er sich entscheidet, ist eine Frage seiner Einstellung.

        Ich kann und will niemanden „bekehren“. Aber ich kann Anregungen geben. Jeder Mensch braucht ab und zu mal Anregungen.
        Was der Einzelne dann daraus macht, liegt allein bei ihm.

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      3. Ich stimme dir nur teilweise zu. Mir geht dieser niemals endende „Newsstream“ auch oft genug auf den Sack und diese „Man kann eh nichts ändern“-Einstellung ist ganz großer Mist. Und 20 Zeitungsartikel am Tag auf Facebook zu posten kann es natürlich auch nicht sein.

        Aber man darf auch nicht vergessen, dass gerade ein globaler Kampf um die Deutungshoheit stattfindet. Viele Probleme werden verleugnet und manche werden sogar zu Tugenden umgedichtet.

        Von daher ist es enorm wichtig Probleme anzuprangern und sie am besten auch zu analysieren. Ich stimme dir zu, dass es auch wichtig ist anschließend Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Am besten sollte beides Hand in Hand gehen.

        Allerdings würde ich da auch nicht zu urteilend rangehen. Ich denke viele konzentrieren sich sehr auf die Probleme, weil alleine das Aussprechen der Probleme in vielen Bereichen Mut erfordert. Mögliche Lösungen anzusprechen ist oft noch viel gefährlicher, da sie die herrschenden Ideen noch viel direkter angreifen.

        Danisch hat hierzu was interessantes geschrieben: http://www.danisch.de/blog/2017/05/28/angststaat-deutschland/

        Zu dieser Angst kommt natürlich hinzu, dass man uns allen viele Jahre beigebracht hat nur das „Richtige“ zu denken. Das macht es vielen schwer über den Tellerrand hinaus zu schauen. Ich glaube wir befinden uns hier alle noch in einem Lernprozess.

        Außerdem darf man nicht vergessen, dass sich Änderungen erst über längere Zeit und über den sich verändernden Gemütszustand der Masse anbahnen. Eine „Man kann eh nichts ändern“-Stimmung kann sich über viele Jahre halten, um dann schlagartig in eine Sehnsucht nach Änderung umzuschlagen.

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      4. Du hast es perfekt erkannt:
        Probleme anprangern und anschliessend Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Beides muss immer Hand in Hand gehen.

        Wenn man aber nur Probleme „anprangert“, ohne anschliessend auch Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen, ist das eine weibliche Verhaltensweise bzw. weibliche Politik.
        Denn wie ich schon in einem anderen Artikel sagte, wissen Frauen nur, was sie nicht wollen. Als Mann sollte man aber wissen, was man will und wie man es erreichen kann.
        Als Mann sollte man also männliche Verhaltensweisen an den Tag legen und ggf. männliche Politik machen, d.h. das in den Mittelpunkt stellen, was man befürwortet, was man haben will, was man anstrebt.

        Gerade Du als Konservativer solltest männliche Politik machen.
        Hans-Hermann Hoppe definiert Konservative als Menschen, die die natürliche Ordnung befürworten.
        Konservative machen also grundsätzlich eine männliche Politik, da sie das in den Mittelpunkt stellen, was sie befürworten und haben wollen.

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