Asylpolitik privatisieren?

Die Asylpolitik aus einer anarchokapitalistischen Perspektive betrachtet.  

Anarchokapitalisten sind Menschen, die eine Privatrechtsgesellschaft befürworten. Gute Lektüre zu diesem Thema ist das Buch „Demokratie. Der Gott, der keiner ist“ von Hans-Hermann Hoppe.
Dieses Buch besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil wird ausführlich erklärt, warum die Monarchie besser und effizienter ist als die Demokratie. Im zweiten Teil wird die Idee der Privatrechtsgesellschaft ausführlich vorgestellt.
Zugegeben, diese Idee ist recht utopisch, aber durchaus interessant.

Um es mal kurz und einfach zu erklären: Privatrechtsgesellschaft bedeutet, dass es keinen Staat gibt. Stattdessen organisieren sich die Menschen in kleinen und unabhängigen Gemeinden. Die Menschen einer Gemeinde bestimmen selbst, nach welchen Regeln, Gesetzen und Sitten sie leben wollen. Das bedeutet, dass sich in den einzelnen Gemeinden Menschen zusammenfinden, die die gleichen Wertvorstellungen teilen.
Aufgaben, die normalerweise der Staat ausübt, organisieren die Menschen innerhalb der Gemeinde entweder selbst oder sie beauftragen eine private Firma. Nehmen wir als Beispiel mal die Sicherheit und die Einhaltung der in einer Gemeinde gültigen Gesetze. Sofern die Menschen nicht selbst dafür sorgen können, beauftragen sie eine private Sicherheitsfirma für diese Aufgabe.
Laut den Anarchokapitalisten arbeiten solche Firmen effizienter als staatliche Stellen, da private Firmen im Gegensatz zu staatlichen Stellen nicht nur gute Leistung bringen, sondern auch möglichst kostengünstig arbeiten müssen.
Würde eine solche Firma schlechte Leistung zu einem hohen Preis bringen, würde man sie einfach durch eine andere Firma ersetzen.

Wie sähe nun die Asylpolitik in einer Privatrechtsgesellschaft aus?
Zunächst einmal gäbe es keine Merkel, die einfach die Grenzen öffnet und dann sagt, dies sei alternativlos und man würde es schon schaffen.
Stattdessen würde jede Gemeinde eine eigene Asylpolitik machen. Wenn eine Gemeinde nun keine Asylanten aufnehmen möchte, dann nimmt sie eben keine Asylanten auf. Das wäre dann das laut Roland Baader einzig wahre Menschenrecht: Das Recht, in Ruhe gelassen zu werden. Von jedem, den man nicht eingeladen hat oder den man nicht willkommen heisst.
Wenn die Leute einer anderen Gemeinde beschliessen, Asylanten aufzunehmen, dann tun sie das auf eigene Kosten und Gefahren. Andere Menschen außerhalb dieser Gemeinde sind nicht davon betroffen. Weder müssen sie die Kosten übernehmen noch sich den Gefahren aussetzen.

Die Idee einer Privatrechtsgesellschaft ist, wie ich schon sagte, recht utopisch. Dennoch kann man überlegen, ob und wie man einzelne Elemente dieser Idee in einer herkömmlichen Gesellschaft umsetzen kann.
In dem Fall wäre es die Privatisierung der Asylpolitik. Wie könnte sowas aussehen?
Die staatliche Asylpolitik wird abgeschafft. Das hätte erstmal eine Steuersenkung zur Folge. Denn die Steuergelder, die bisher für die katastrophale Asylpolitik verschwendet werden, könnten so eingespart werden.
Und dann dürfte jeder, der das „Recht auf Asyl“ befürwortet, in seinen privaten Räumen Asylanten aufnehmen. Natürlich auf eigene Kosten und Gefahren.

Dazu eine kleine Rechnung:
Wie viele Leute in Deutschland befürworten das „Recht auf Asyl“? Da die Merkel die Grenzen geöffnet hat, nehmen wir jetzt einfach mal nur die CDU-Anhänger. Wie viele CDU-Anhänger gibt es?
Die CDU steht in den Umfragen momentan bei grob aufgerundet 40%. Es gibt 60 Millionen Wahlberechtigte. Die Wahlbeteiligung liegt bei durchschnittlich 60%. Es gehen also 36 Millionen Menschen wählen.
Wenn 40% die CDU wählen, kommen wir also auf eine Anzahl von 14,4 Millionen CDU-Anhängern.

Würde man nun die Asylpolitik privatisieren, könnte theoretisch jeder der 14,4 Millionen CDU-Anhänger auf eigene Kosten und Gefahren einen Asylanten in seinen privaten Räumen aufnehmen.
Allerdings gehören Freiheit, Verantwortung und Eigeninitiative nicht gerade zu den Wertvorstellungen der Linken. Also würde wohl kein CDU-Anhänger Asylanten in seinen privaten Räumen aufnehmen. Auf eigene Kosten und Gefahren schon gar nicht.

Die Privatisierung der Asylpolitik ist also wie die Idee einer Privatrechtsgesellschaft recht utopisch.
Setzen wir uns also ganz realpolitisch für eine vernünftige Steuerpolitik ein, die nicht nur zu mehr Freiheit, Verantwortung und Eigenintiative führen wird, sondern auch zur Beseitigung vieler Probleme.

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